Messungen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt registrierten dort das Auftreten von tieffrequenten Geräuschanteilen im Frequenzbereich von 50, 63 und 80 Hertz, die laut Angabe des Landesamts jedoch den Anhaltswert der einschlägigen DIN-Norm nicht verletzen. Bis Ende des Jahres sollten die Ergebnisse vorliegen, hatte der Sprecher des Landesamts für Umwelt in einem Interview mit Radio 7 am 09.11.2010 verkündet. http://www.radio7.de/index.php?id=73&tx_ttnews%5Btt_news%5D=44765&tx_ttnews%5BbackPid%5D=80&cHash=b405407167
Die Internetseite des Landkreises Günzburg, auf der am 18.11.2010 über die Ergebnisse berichtet wurde, ist derzeit allerdings nicht mehr erreichbar (siehe Behördliche Untersuchungen ).
Hamburg. (13.12.2010) Das zunächst als Brummton-Verursacher vermutete Heizkraftwerk ist es nicht, teilte das Schleswig-Hosteinische Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit. http://www.altona.info/2010/12/13/brummton-schleswig-holstein-verneint-heizkraftwerk-wedel-als-verursacher/
(12.02.2010) In Hamburg brummt es immer noch kräftig. "Sachdienliche Hinweise erwünscht! ", meldete die Welt Online 2009. Betroffenenbeschwerden führten dort u.a. zu einer Anfrage der SPD-Abgeordneten Anne Krischok an den Senat der Stadt Hamburg: BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG Drucksache 19/4389 19. Wahlperiode 27.10.09 http://www.anne-krischok.de/Dateien/Kleine_Anfragen/19_4389.pdf.
Menschen, die mit Symptomen wie Angst- und Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen auf elektromagnetische Strahlen reagieren, sind für viele ganz einfach Spinner. (...) 45 Min fragt, was dran ist an der Angst vor Elektrosmog.
Auf den Oberkasseler Gesundheitstagen wurde über Ursachenforschung zu Schlafstörungen in der Umgebung von Mobilfunkstationen berichtet. Durch die Fachhochschule Düsseldorf konnte eine Infraschallbelastung zeitgleich mit den beschriebenen Beschwerden gemessen werden. Nur wenige Personen konnten die Schallbelastung hören, die Mehrzahl berichtete von Körpervibrationen und Störungen des allgemeinen Wohlbefindens.
Der Filmbericht über Lärmbelastung, -entstehung, -messung und -schutz zeigt u.a. Verfahren zur Lärmortung auf. Enthalten sind auch Verweise auf Brummton-Opfer im Rheinland und in Dänemark; das Brummton-Problem wird aber nicht spezifisch angesprochen. Sehenswert, was es an Erfassungsmöglichkeiten gibt. Im Begleitbericht findet sich eine aufschlussreiche Grafik über einige Frequenzen und ihre Auswirkung auf den menschlichen Körper.
Neckargmünd. (04.02.2010) Während das in Sylt aufgetrene Brummproblem gelöst zu sein scheint (siehe Meldungen "Sylt"), finden sich bereits neue Meldungen aus dem Rhein-Neckar-Raum. "Brummton geht durch und durch" meldet die Rhein-Neckar-Zeitung: http://www.rnz.de/RNZ_Kreis/00_20100204060000_Brummton_geht_durch_und_durch.php
Sylt. (02.02.2010) In Wenningstedt piepts nicht mehr
Über den "Wenningstedter Brummton" wurde im NDR-Fernsehen berichtet (2. Dezember 2009) http://www.syltblog.de/2009/12/wenningstedter-brummen-im-ndr-fernsehen.html Vermutung der Betroffenen: Sendemast der Telekom. Die Sendung bewies live: ein akustischer Ton war vorhanden. Erste Messungen hätten begonnen, berichtete Sylt TV am 12.01.2010: http://www.sylt-exklusiv.de/winter-sylt-januar.html Auch hier: Brummen und Pfeiffen, live im TV. Lärmexperten seien nun fündig geworden, berichtet Sylt TV aktuell am 02.02.2010. Eine defekte Heizanlage in der Nachbarschaft und nicht - wie zunächst vermutet - eine Funkanlage, sei das Problem gewesen. http://www.sylt-exklusiv.de/winter-winter-winter.html Piepen weg, Brummen auch? Die Lärmschutzüberprüfung selbst wird leider nicht dokumentiert.
Aschaffenburg. In Aschaffenburg führen Brummtonbetroffene mittlerweile seit Wochen Tagebuch. Die Aufzeichnungen zeigen, dass es sich um exakt zeitgleiche Wahrnehmungen handelt (z.B. Brummton-Pause am 06.01.2010).
Viele Menschen leiden unter einem tiefen Brummen, das sie in ihren Wohnungen und zum Teil auch im Freien wahrnehmen. Der tiefe Brummton geht mit der Empfindung von Luft- und Bodenvibrationen und Erschütterungen einher. In vielen Fällen werden darüber hinaus auchhohe Pfeifftöne wahrgenommen.
Schlafstörungen, Druck im Brustkorb, Herzrasen, Unruhe und Nervosität sind einige der weiteren körperlichen Begleiterscheinungen.
Meldungen des Brummtons gibt es aus allen Teilen Europas und aus allen Teilen Deutschlands. Ländliche Gemeinden sind ebenso betroffen wie städtische. Seit ca. 1999 ist das Problem in Deutschland bekannt, mit starker Zunahme von Meldungen in den letzten Jahren.
Es handelt sich nicht um ein individuelles Ohrenproblem. Personen, die das Brummen hören können, wurde ohrenärztlich oft ein überdurchschnittlich gutes Gehör bescheinigt.
Das Brummen wurde von Betroffenen auch durch Mikrophonaufnahmen dokumentiert. Es handelt sich um einen nachweisbaren akustischen Ton.
Abb.1 Brummton (Oszillogramm 1)
Abb.2 Brummton (Oszillogramm 2)
Einige akustische Auswertungen aufgezeichneter Brummsignale finden Sie hier .